Aikido

Aikido ist eine japanische Kampfkunst, entwickelt von dem legendären Großmeister Morihei Ueshiba (1883-1969) , liebevoll von seinen Schülern O- Sensei (großer Meister) genannt.
O Sensei entwickelte eine Vielzahl runder, dynamischer Techniken zur Neutralisierung eines Angriffes einer oder mehrerer Personen. Das besondere aber liegt darin, die Energie des Angreifers auszunutzen und für die eigene Technik zu verwenden. Dieses Prinzip, verbunden mit der geistigen Schulung und Atemtechnik macht es auch körperlich unterlegenen Menschen möglich, Aikido erfolgreich zu praktizieren. Die runden und weichen Bewegungen ermöglichen ein Üben bis ins hohe Alter, sodass auch ältere Menschen noch mit Aikido beginnen können. Weiterhin gibt es im Aikido keine Wettkämpfe. Der Angreifer wird nicht als zu vernichtendes Ziel gesehen, sondern als Mensch mit seinen Fehlern. „Aikido ist Liebe" und „schließe den Angreifer in Dein Herz" sind nur einige Zitate von Ueshiba Sensei. Zu empfehlen sind an dieser Stelle die Bücher : „Unendlicher Friede- Die Biographie des Aikido Gründers M. Ueshiba" von John Stevens „Der Geist des Aikido" von Kisshomaru Ueshiba


Shinkiryu Aikido

M. D. Nakajima trennte sich 1983 von seinem Lehrer Kenji Shimizu und gründete Shinkido. 1987 errichtete er mit seiner Frau das Shinki- Dojo in Oberkessach und benannte sein Shinkido in Shinkiryu (Ryu = Stilrichtung) um. Shinki Um den Begriff Shinki zu verstehen, muss erst einmal der Ki- Begriff erläutert werden. Ki Ki ist ein japanischer Begriff, welcher auf den Menschen bezogen soviel wie Lebensenergie bedeutet. Also die Energie, die unseren Körper zum „Leben“ erweckt, ihn durchströmt wie Wasser das Meer. Andere Namen dafür sind auch Ursprungskraft, Universalkraft, Weltenatem, Lebenshauch, Urenergie, Primärenergie usw. Die Chinesen nennen es Qi, die Inder Prana, die Koreaner sagen Gi, die Tibeter Tummo bzw. rLung. In der östlichen Welt spielt diese Energie eine „lebenswichtige“ Rolle. Wir Menschen sind wie die ganze Schöpfung von der Lebensenergie durchpulst, gleichsam von göttlichem Odem. Und ist unser Energiehaushalt nicht im Gleichgewicht, werden wir krank. In allen Künsten des Ostens wird versucht im Einklang mit dieser Urenergie zu sein. Sei es Kalligrafie oder Kampfkunst. Wobei die Kampf- Künste eine „besondere“ Stellung innehaben. Gilt es doch den „Gegner“ zu schwächen, zu besiegen, sich zu schützen. Dies geht nur über die Kontrolle des gegnerischen „Ki`’s“. Man muss also sein eigenes Ki stärken. Dies geschieht hauptsächlich mit speziellen Atemübungen und Meditation. Eine gute Anleitung gibt es in den Büchern „Aikido mit Ki“ und „Ki im täglichen Leben“ von Koicho Tohei Ki im Aikido Auch im Aikido ist die Arbeit am und mit dem Ki nicht zu vernachlässigen, eigentlich sogar das Wichtigste. Ai (Ki) Do Natürlich werden am Anfang „nur“ die Techniken gelernt und gefestigt, aber schon nach einiger Übung merkt man, dass Technik nicht alles ist. Besonders wenn körperlich schwächere Leute mit Stärkeren üben, ist dies deutlich zu sehen. Dieser „Kraft“unterschied ist nur durch Ki- Entwicklung, verbunden mit der Technik auszugleichen. Zitat Nakajima Sensei: “ Ki" ist ein sehr umfangreicher Begriff. Auf Menschen bezogen bedeutet Ki die seelisch-geistige Kraft, die den Körper bewegt. Derjenige, der Aikido ernsthaft übt, erlebt nach und nach an sich, was gemeint ist. Aikido meint demnach: das - zerstörerische - Ki des Angreifers soll mit der Hilfe der Kampftechnik mit dem eigenen verbunden und zur Harmonie geführt werden.“ Shinki Shin ist etwa mit göttlich zu übersetzen und zeigt die Richtung, das Ziel unseres Sensei’s . Es wird die Verbindung mit dem göttlichen Ki angestrebt. Also jener „kosmischen“ Urenergie, von der wir unser eigenes Ki empfangen. Diese spirituelle Seite wird von vielen heute gar nicht mehr oder zu wenig beachtet und deswegen die besondere Betonung unserer Richtung.